Ein Derby ist immer ein Derby

Hätten mehr daraus machen müssen, sollen, wollen, können...

Eines ist klar über ein Spiel zu schreiben oder im Nachhinein zu diskutieren ist bestimmt einfacher wie selber auf dem Platz zu stehen!

Der Wille zu einer  besseren Leistung war sicher da, doch das Derby hat eigene Gesetze und an diesem Sonntag wollte uns leider nicht viel gelingen. Es gibt Tage, da funktioniert das, was man sich vorgenommen hat einfach nicht, will nichts richtig gelingen und sorry - dieser Sonntag war so ein Tag!

Zuviel Hektik, zu viele lange gerade Bälle, zu viele Einzelaktionen und zu wenig Kombinationsspiel, Ruhe am Ball, zu wenig Selbstvertrauen bei eigenem Ballbesitz und dadurch eine immer grössere und erkennbarere Verunsicherung je länger das Spiel dauerte! Das Spiel lebte je länger es dauerte von den Zweikämpfen, Einzelaktionen und dem Versuch auf den langen Ball den Zweiten verarbeiten zu können! Unser Plan war sicher anders, manchmal ist es der Platz, der etwas weniger zulässt, manchmal der Gegner und manchmal scheitert man am eigenen Anspruch...

...sorry, wir können es wirklich besser aber an diesem Sonntag wollte und sollte es nicht sein!

Das Spiel

Beide Mannschaften wollten gleich zu Beginn zeigen, dass sie wach und auf ein Derby eingestellt waren. Ein offener Schlagabtausch in dem beide sich nichts schenkten und versuchten nichts zuzulassen. Möglichkeiten auf beiden Seiten entstanden in erster Linie durch Eigenfehler oder der Nervosität jedes Einzelnen.

Schmerikon spielte in der Angriffssituation mit 6 Mittelfeldspielern und dadurch war es für die Eschenbacher schwierig die weiten Zuspiele zu unterbinden oder Druck auf den ballführenden Spieler auszuüben. In der Defensive machten sie dann das Zentrum dicht und ein Durchkommen war eigentlich nur über Aussen möglich. Wir hatten die Spieler schon im Abschlusstraining darauf hingewiesen, dass es auf die Genauigkeit und Geschwindigkeit beim Umschaltspiel ankommen würde, dies wurde jedoch im Spiel zu oft vergessen...

...wohlverstanden, wir berichten jetzt sehr kritisch über ein Spiel, welches ein Derby war und in dem es viel persönliche Emotionen hatte und dadurch die gepflegte Spielkultur etwas zu kurz kam. Im weiteren hat das Eschi1 einen Weg hinter sich, der viel Kraft gekostet hat und der viel Aufwand bedingt und Schmerikon war gut auf unsere Spielweise eingestellt und hatte sicher durch die letzten Resultate an Selbstvertrauen gewonnen.

Es kam, zumindest für uns wie vorhergesagt: Robi wird gut angespielt, verteidigt den Ball und zieht zwei Spieler auf seine Seite bevor er den Ball nach rechts spielt, wo Sandro Meier alleine vor dem Tor auftaucht und sicher zur 1:0 Führung verwertet... Die Freude war gross beim Heimteam und man war gewillt nachzulegen. Leider wurde man auch etwas fahrlässig; Yannick Helbling versuchte mit einer Einzelaktion durchzukommen, wurde im letzten Moment gestoppt, es fehlte an der Zuordnung und aus dem Nichts konnte Schmerikon 4 Minuten später durch Moris Glarner den Ausgleich erzielen...

Das Heimteam war über diesen Treffer etwas verunsichert und der Gegner stärkte sich am Spielstand. Bis zur Pause waren keine nennenswerten Aktionen mehr zu verzeichnen und so erwartete man 45 weitere spannende Minuten...

...daraus wurde leider nichts, der Wille nicht zu verlieren war bei beiden Teams grösse,r als der des unbedingten Gewinnenwollens. Es wurde nun mit harten Zweikämpfen das Spiel und gegenseitigen "Beschimpfungen" fortgesetzt - es ist dem Respekt und dem kollegialen Verhältnis unter den Spielern zu zuschreiben, dass es bei gelben Karten, auf beiden Seiten 5 Stück - Eschi fasste diese innert 44 Minuten! - und einer Roten für Schmerikon blieb und man sich nach 4 Nachspielminuten freundschaftlich die Hand reichte und beide froh und glücklich waren nicht verloren zu haben!

Die zweite Halbzeit bot wirklich keinen guten Fussball, es war ein Krampf- und Kampfspiel in dieser Phase ohne klare Linie und ohne viele zusammenhängende Aktionen. Schade, denn zumindest wir wollten den sehr zahlreich erschienenen Zuschauern mehr bieten. Wir hätten mit den anderen beiden Teams - Frauenfeld und Rappi die Tabellenspitze übernommen und dank unserer guten Strafpunktposition wären wir als Erster geführt gewesen und hätten am Abend den Titel des Wintermeisters feiern können!

Es ist anders gekommen, trotzdem haben wir eine gute Vorrunde hingelegt und dürfen über das Erreichte stolz sein...

 

Eschewies, Eschenbach
Zuschauer 300
Schiedsrichter: Veli Atsiz
Assistenten: Filip Mihajlovic, Silvester Odiase

FC Eschenbach: Kunz, Felber, Brunner, Hamidi, Grob; Helbling T., Gojani, Müller, Helbling Y.; Stojanov, Meier

Auswechslungen: 46. Minute Keller für Hamidi; 74. Arsov für Gojani, Gross für Meier

ohne Einsatz : Wyrsch, Huber, Aranda, Bajic;

Karten: 65. Stojanov, 67. Helbling Y., 6. Gojani; 68. Helbling T., 69. Janser

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