Reaktion auf verlorenen Spitzenkampf...

Reaktion auf verlorenen Spitzenkampf…

Die Devise für das Spiel in Wängi war klar. Nach dem unglücklich verlorenen Heimspiel gegen Frauenfeld wollte das Team von Roger Kielholz eine Reaktion zeigen und weitere drei Punkte auf das Konto einfahren. Der Schein der Tabelle ist trügerisch. Auch wenn Eschenbach vor Spielbeginn auf Rang 3 und Wängi auf Rang 11 lag, trennten die beiden Teams lediglich 5 Punkte. Eschenbach, das bis dato 10 seiner 14 Punkte auf auswärtigem Terrain holen konnte, wollte die Auswärtsstärke unbedingt beibehalten. Der bis dahin schon dezimierte Kader wurde aber kurz vor Besammlung nochmals kleiner, da sich Meier und Halimi, sowie Co-Trainer Waldmeier, krankheitsbedingt abmelden mussten. Das Gute an einem breiten Kader ist, dass man für jedes unvorhergesehene Ereignis eine Lösung hat.

Das Wetter war perfekt für ein gutes Fussballspiel. Wenn man den Rasen aber sah, wusste man, dass heute einiges über den Kampf gehen wird. An technische Feinheiten und schönes herausspielen von Torchancen war nicht zu denken. Das Spiel fand mehrheitlich zwischen den beiden Sechzehnern statt und wenn es einmal nach einer guten Torchance aussah, dann fehlte die Entschlossenheit. Gefährlich wurde es auf beiden Seiten meist nur durch Standards. Es war daher auch kein Wunder, dass das erste Tor der Partie durch einen Freistoss erzielt wurde. Gojani flankte aus rund 30 Metern schön in den Sechzehner wo Janser komplett alleine gelassen wurde. Seelenruhig köpfte Janser in der 30. Spielminute zum 1:0 für Eschenbach ein. Die Führung hielt allerdings nicht lange bestand. Denn schon vier Zeigerumdrehungen später kam Wängi zu einem Eckball. Schneider wurde nicht genügend bedrängt und konnte nach guter Hereingabe zum nicht unverdienten Ausgleich, ebenfalls per Kopf, einnetzen.

Auch nach der Pause war es nicht das Fussballspiel, dass sich die Zuschauer erhofft haben. Wängi wurde abermals durch Freistösse und Eckbälle gefährlich, konnte daraus aber nicht den gewünschten Profit ziehen. Eschenbach versuchte nun spielerisch zurück ins Spiel zu finden. Man liess den Ball nun etwas besser laufen und konnte sich so gut nach vorne arbeiten. Allerdings scheiterte man mehrmals am letzten entscheidenden Pass oder wurde durch eine Abseitsposition zurückgepfiffen. Die Entscheidung hätte nun auf beide Seiten fallen können. In der 87. Minute dann ein genialer Pass von Yannick Helbling in den Lauf von Torgarant Stojanov. Der herauskommende Torhüter versuchte ausserhalb des Sechzehners den Ball vor Stojanov zu erwischen. Stojanov konnte sich aber einmal mehr auf seine Schnelligkeit verlassen und erwischte den Ball vor dem heranbrausenden Torhüter Ognissanti. Durch einen gut überlegten Beinschuss konnte Stojanov so aus ca. 20 Metern zum 2:1 für Eschenbach einnetzen. Wäre der Ball nicht im Tor gelandet, hätte sich Wängi wahrscheinlich nicht beklagen dürfen, wenn Ognissanti den Platz wegen eines Fouls frühzeitig hätte verlassen müssen. Zum Glück erübrigt sich diese ‘was wäre, wenn’ Frage aber. Der Jubel und die Erleichterung über den lucky Punch auf Eschenbacher Seite war riesig. Nun galt es die letzten Minuten ohne weiteren Gegentreffer zu überstehen. Wängi warf nochmals alles nach vorne und kam so zu zwei, drei gefährlichen Standards, die aber alle ohne Erfolg blieben.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass der Sieg schlussendlich vielleicht etwas glücklich ausgefallen ist, er aber umso mehr die Moral dieser Mannschaft zeigt. Eschenbach kann sich dank den drei Punkten an der Spitze etablieren und peilt nun aus den letzten beiden Spielen weitere sechs Punkte an.

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